Es ist ein eigenartiges Paradox unserer Zeit: Je lauter die Welt wird, desto schwerer scheint es, das Richtige zu sagen.
Öffentliche Stimmen werden entweder vereinnahmt oder zum Schweigen gebracht. Wer gehört wird, trägt
Verantwortung – nicht nur für das, was gesagt wird, sondern auch für das, was ungesagt bleibt.
Hans Sigl ist eine dieser Stimmen. Ein Millionenpublikum kennt ihn aus der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“. Doch abseits der Rolle ist da ein Mensch, der nicht schweigt, wenn es unbequem wird. Der sich nicht hinter Figuren versteckt, sondern Haltung zeigt – gerade dort, wo Öffentlichkeit schnell zur Projektionsfläche wird. In unserem Gespräch haben wir über diese Verantwortung gesprochen. Über das Verstummen der Ironie in digitalen Debatten. Über den Unterschied zwischen Verhalten und Haltung. Und über die Frage, wie eine Gesellschaft, die sich selbst misstraut, überhaupt wieder Vertrauen fassen kann.
Es geht um mehr als politische Statements. Es geht um die Kultur des Zuhörens, um Respekt in der Auseinandersetzung und um den Mut, auch dann Position zu beziehen, wenn Applaus ausbleibt. Wer Reichweite hat, hat nicht nur Privileg – er hat Pflicht. Zur Klarheit. Zur Empathie. Und zur aufrichtigen Auseinandersetzung mit dem, was uns verbindet – und was uns trennt.
Das Gespräch mit Hans ist in der neuen Episode von Gin And Talk zu hören. Ein Plädoyer für mehr Mut, mehr Menschlichkeit – und weniger